Aldenhoven und der Garekicker

Aldenhoven ist auch der Ort des "Garekicker", dem auf dem heutigen Place d'Albert ein Denkmal gesetzt wurde. Im Schatten des Alten Turms erhielt dieses sprichwörtliche Sinnbild des Alt-Aldenhoveners einen Ehrenplatz in Lebensgröße. Der Garekicker steht dort mit Blick auf die Madonnen-Statue im Alten Turm. Es ist die figürliche Darstellung eines wohlproportionierten Mannes mittleren Alters, der in "Feiertagsstellung" lässig aus der halbgeschlossenen Haustür lehnt und dabei Ausschau haltend genüßlich seine Pfeife raucht, während sein Fuß auf einem Bänkchen ruht.

So soll er eben ausgesehen haben, der typische Aldenhovener Anfang des 20. Jahrhunderts - eben der "Garekicker". Dieser Mann soll ein Stück Mentalität aus der Blütezeit des Wallfahrtsortes verkörpern: Zahllose Prozessionen durchquerten damals den Ort auf dem Weg zur Gottesmutter. Die Aldenhovener aber sollen sich meist auf die Rolle des interessiert Zuschauenden beschränkt haben; schließlich hatten sie ja das ganze Jahr über engen Kontakt zu ihrer Kirche. Sie schauten aus den damals typischen Haustüren, die zweigeteilt waren und im Dialekt "Gare" hießen. Der "Kicker" ist der Seher oder Schauende.

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